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Spam-Schutz

Nur noch einmal eben schnell die Emails abrufen, doch - was ist das? Schon wieder die ganze Mailbox voll lästiger Werbeemails, die nichts weiter wollen als einem das Geld aus der Tasche ziehen: "Günstiges Viagra", "Rezeptfreie Medikamente", "Software zum Schnäppchenpreis" - wir alle kennen diese reißerischen Überschriften und denken uns: Das kann doch nicht wahr sein. So klicken sich Millionen von Internetnutzern Tag für Tag durch eine Flut von Werbeemails die ständig größer zu werden scheint. Der wirtschaftliche Schaden, der jährlich durch Spammails hervorgerufen wird, liegt im Bereich von vielen Milliarden Euro. Doch, eine Emailadresse muss nicht zwangsläufig mit Werbeemails vollgemüllt werden: Ich betreibe seit über 1,5 Jahren eine Emailadresse, bei der bisher noch nicht eine einzige Spammail eingetrudelt ist. Hier einige Tipps, wie man das Aufkommen an Werbeemails (zum Teil deutlich) verringern kann:

1. Mehrere Emailadressen verwenden: Zum Beispiel eine für die privaten Mails von Freunden, eine andere für geschäftliche Zwecke und eine dritte Emailadresse, die im Internet (zum Beispiel in Foren oder bei Gewinnspielen) angeben werden kann.

2. Personenkreis einschränken: Für jede Emailadresse sollte genau überlegt werden an wen man seine Emailadresse weitergibt. Nur Geschäftskunden erhalten die geschäftliche Emailadresse, Freunde erreichen einen nur über die private Mailadresse und zum Veröffentlichen im Internet wird lediglich die 3. Emailadresse verwendet. Je weniger Leute die Adresse kennen, desto geringer ist die Gefahr, dass sie in einen Spamverteiler rutscht und selbst wenn die private Emailadresse doch einmal in die falschen Hände gerät, bleibt die wichtige geschäftliche Adresse „sauber“.

3. Nie auf Spam reagieren: Untersuchungen haben gezeigt: Gut 30% der Emailuser klicken schon ab und zu mal einen Link in einer Spammail an. Allerdings ist das meist völlig verkehrt: Auch wenn der Link die Aussage enthält "Emailadresse aus dem Verteiler austragen" sollte man sich davor hüten, ihn zu betätigen. Oft tappt der ahnungslose Emailnutzer hier nämlich in eine geschickte Falle die ihm der Spammer stellt: Sobald der Link betätigt wird, zeigt der Emailuser dass er unter dieser Adresse tatsächlich zu erreichen ist und die Adresse noch aktiv ist (denn es hat ja tatsächlich jemand die Email gelesen und den Link geklickt) und wird so zukünftig nur noch mehr Spam bekommen. Also, wenn Spammails ankommen dann sollte man diese gleich löschen ohne sie zu öffnen.

4. Emails nur als Text anzeigen lassen: Einige Emails können schädlichen Code enthalten, andere Emails enthalten kleine Bildchen mit denen der Spammer automatisch prüft, ob die Email gelesen worden ist (womit er wieder ein Beweis für die Existenz und Aktivität der Emailadresse hat). Für den Posteingang gilt daher: Einstellen, dass Emails standardmäßig nur in der Textversion betrachtet werden sollen. Erst, wenn man ausschließen kann das es sich um eine Spammail handelt, den Sender kennt und sich mit HTML-Inhalt auseinandersetzen will, sollte man in die HTML-Ansicht wechseln!

5. Emailadresse verklausulieren: Sollte man doch einmal seine Emailadresse öffentlich angeben müssen, oder muss man sie im Internet veröffentlichen (um zum Beispiel Beiträge in einem Forum schreiben zu können), sollte man versuchen die Emailadresse zu verklausulieren: Eine Emailadresse wie „deinname--ähäht--provider'dot'de“ ist für Programme die auf Internetseiten nach Emailadressen suchen nur schwer zu erkennen, man kann aber davon ausgehen dass die menschlichen Besucher das Forums durchaus in der Lage sind die Emailadresse in ein "gültiges Format zu konvertieren".

6. Ein dezenter Hinweis: Kettenmails oder weitergeleitete Emails von Freunden, in denen viele verschiedene Empfänger im CC oder BCC Bereich der Email genannt werden sind Nährboden für schädliche Programme. Internetwürmer versuchen zum Beispiel häufig solche Adressen in eingehenden Emails zu finden und sich so zu verbreiten. Steht man einmal mit 100 anderen Emailadressen zusammen in einem solchen Verteiler, reicht es wenn auf einem der 100 anderen Rechner ein Internetwurm arbeitet und schon wird die eigene Emailadresse vielleicht in einem Spamverteiler eingetragen, der sie nicht wieder frei gibt. Ein kleiner (dezenter) Hinweis unter der Email (zum Beispiel in der Signatur), mit dem man erklärt man möchte nicht in solche Verteiler eingetragen werden, kann hilfreich sein um solche Situationen zu vermeiden.

7. Keine generischen Emailadressen: Einige Programme setzen darauf Emailadressen zu generieren. Dafür benutzen Sie die Domains von bekannten Webprovidern oder Freemail-Anbietern und generieren für diese Domains zufällige Email-Adressen. Man sollte daher etwas Kreativität beim Anlegen der Emailadresse walten lassen ... Ein sehr bekannter Vor- oder Nachname als Emailadresse (z.B. „joe@“) wird vermutlich eher generiert werden können, als eine Kombination aus Vor- und Nachnamen oder einem Kunstwort wie zum Beispiel „Flying.Peter@“ .... Sehr große und bekannte Anbieter, die kostenlos eine Emailadresse zur Verfügung stellen, sollten vermieden werden – gerade unter diesen Domainendungen versuchen Programme Emailadressen zu generieren. Eine sinnvolle Alternative könnte hier eine eigene Internetdomain sein, die sich nur schwer generieren lässt. Eine entsprechende Internetdomain gibt es bei vielen Anbietern bereits ab 1 Euro im Monat.

8. Catch-All unterbinden: Wird eine eigene Domain betrieben gibt es oft einen Emailsammeldienst, der „Catch-All“ genannt wird. Der Dienst sagt aus, dass alle Emails die an die Domain gesendet werden in einer Mailbox gesammelt werden. Das heißt, auch Emailadressen die gar nicht explizit vom User angelegt worden sind, existieren und die dort eintreffenden Spammails verstopfen den Posteingang! Catch-All sollte also deaktiviert werden.

9. Webmaster haben es schwerer: Vor allem Webmaster müssen ihre Emailadresse auf den Seiten präsentieren um für ihre Besucher erreichbar zu sein. Webmaster können sich helfen, in dem sie die Emailadresse in einem Bildchen mit transparentem Hintergrund (GIF) speichern und die Emailadresse so auf der Webseite einblenden. Die Adresse bleibt so für Programme (die den Quellcode der Webseiten gezielt nach Emailadressen durchsuchen) unsichtbar. Eine andere Alternative bilden Webformulare. Auf jeden Fall sollte man auf die Veröffentlichung eines „Mailto“-Links verzichten.

10. Spamfilter: Die meisten Anbieter von Emailadressen bieten mittlerweile einen Spamfilter an, die zumindest einen Teil der Spam-Mails abfangen können. Diese Filter sollten natürlich zum Einsatz kommen, also aktiviert sein. Ferner sollte man einfach einmal den Blick in die Konfiguration wagen und gucken ob man die Einstellungen des Spamfilters nicht für die persönlichen Zwecke optimieren kann. Zusätzlich sollte über den Kauf eines zusätzlichen Spamfilters nachgedacht werden, der dann zum Beispiel auf den Mailclienten am PC aufsetzt und das Spamaufkommen weiter reduzieren kann. Speziell Filter mit „Lernmechanismen“ (sie werden mit der Zeit sozusagen intelligenter und erlernen was für Merkmale eine normale Email von einer Spammail unterscheidet), weisen oft gute Erfolge auf! Beim Einsatz eines Spamfilters sollte man ab und zu schon mal durch die vom Filter als Spam identifizierten Emails gucken, nicht das eine wichtige Email irrtümlich falsch deklariert worden ist!

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